
Aufbauseminar für Fahranfänger (ASF)Was dich im Aufbauseminar erwartet
Ein Verstoß in der Probezeit kann schneller passieren als gedacht. In vielen Fällen ordnet die Fahrerlaubnisbehörde dann die Teilnahme an einem Aufbauseminar für Fahranfänger (ASF) an. Dieses Seminar ist verpflichtend und dient dazu, das Fahrverhalten nachhaltig zu verbessern und die Verkehrssicherheit zu erhöhen.
Bei der Autohaus Fahrschule begleiten wir dich dabei strukturiert, verständlich und in einer angenehmen Lernatmosphäre.
Das Aufbauseminar für Fahranfänger richtet sich an Fahrerinnen und Fahrer in der Probezeit, die einen A-Verstoß oder zwei B-Verstöße begangen haben. Ziel ist es, das eigene Verhalten im Straßenverkehr kritisch zu reflektieren, Risiken besser zu erkennen und zukünftige Regelverstöße zu vermeiden.
Dabei steht nicht Belehrung im Vordergrund, sondern ein offener Austausch und das gemeinsame Erarbeiten sicherer Verhaltensweisen.
Das Aufbauseminar für Fahranfänger folgt festen gesetzlichen Vorgaben der Fahrerlaubnis-Verordnung und ist in Ablauf und Dauer klar geregelt.
Das ASF besteht aus:
- Vier Gruppensitzungen à 135 Minuten
- Einer Beobachtungsfahrt zwischen der ersten und zweiten Sitzung
- Durchführung in einer kleinen Gruppe mit 6 bis 12 Teilnehmern
- Betreuung durch qualifizierte und geschulte Fahrlehrer
Die vier Sitzungen finden innerhalb eines Zeitraums von zwei bis vier Wochen statt. Pro Tag darf jeweils nur eine Sitzung besucht werden.
In den Gruppensitzungen werden typische Verkehrssituationen besprochen, Erfahrungen ausgetauscht und das eigene Verhalten im Straßenverkehr reflektiert. Ziel ist es, Risiken besser zu erkennen und sicherere Handlungsweisen zu entwickeln.
Die Beobachtungsfahrt erfolgt zwischen der ersten und zweiten Sitzung. Sie findet in Kleingruppen mit maximal drei Teilnehmern statt und dauert 45 Minuten pro Teilnehmer. Gefahren wird mit einem Fahrzeug der Klasse, mit der der ursprüngliche Verstoß begangen wurde. Die Fahrt dient dazu, das eigene Fahrverhalten im realen Straßenverkehr besser einzuordnen.
Schwerwiegende Verstöße (A-Verstöße)
Als schwerwiegend gelten Regelverstöße, die ein erhöhtes Risiko für die Verkehrssicherheit darstellen. Dazu zählen unter anderem deutliche Geschwindigkeitsüberschreitungen. In solchen Fällen kann die Teilnahme an einem Aufbauseminar angeordnet werden.
Weniger schwerwiegende Verstöße (B-Verstöße)
Diese Verstöße wiegen leichter als A-Verstöße, betreffen jedoch ebenfalls die Verkehrssicherheit oder den ordnungsgemäßen Zustand des Fahrzeugs. Beispiele sind technische Mängel oder formale Versäumnisse am Fahrzeug.
Geringfügige Verstöße
Darunter fallen kleinere Regelabweichungen, die mit einem niedrigen Verwarngeld geahndet werden. Diese haben in der Regel keine Auswirkungen auf die Einordnung in A- oder B-Verstöße und führen nicht zur Anordnung eines Aufbauseminars.
Die Fahrprobe ist Teil des Aufbauseminars und findet zwischen der ersten und zweiten Sitzung statt. Sie dauert 45 Minuten, erfolgt in einer kleinen Gruppe und dient dazu, das eigene Fahrverhalten im realen Straßenverkehr besser einzuschätzen. Es handelt sich nicht um eine Prüfung.
- Sensibilisierung für Risiken im Straßenverkehr
- Förderung eines verantwortungsbewussten Fahrverhaltens
- Reduzierung zukünftiger Verkehrsverstöße
- Erfüllung der behördlichen Auflage innerhalb der gesetzten Frist
Das Seminar soll helfen, langfristig sicher und regelkonform unterwegs zu sein.
Wenn du Fragen zum Ablauf, zu Voraussetzungen oder zur Anmeldung hast, stehen wir dir gerne beratend zur Seite.